12. – 13. september 2026
Demonstration historischer Drucktechniken
Wir nehmen an den Kulturerbetage 2026 teil. Das diesjährige Thema lautet „Kulturerbe in Gefahr“.
Im Mittelpunkt stehen historische Drucktechniken – Buchdruck, Lithografie, Holzschnitt und Tiefdruck –, die einst industriell genutzt wurden, heute jedoch weitgehend durch digitale Verfahren und den Offsetdruck ersetzt sind. Das Wissen und die entsprechenden Maschinen und Werkzeuge sind zunehmend vom Verschwinden bedroht.
Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise in eine Zeit, als Bücher, Zeitungen, Plakate und andere Druckerzeugnisse mit Handarbeit und mechanischen Verfahren hergestellt wurden – bevor digitale Methoden und der Offsetdruck die Produktion übernahmen. Wir präsentieren und demonstrieren Buchdruck, Lithografie, Holzschnitt und Tiefdruck – Techniken, die einst industriell genutzt wurden und im 19. und 20. Jahrhundert die Grundlage für Herstellung und Verbreitung von Drucksachen in Norwegen bildeten.
In kleinen und großen Druckereien wurden Bleilettern von Hand gesetzt, Lithosteine sorgfältig vorbereitet, Holzschnitte geschnitten und Tiefdruckplatten präzise graviert – Arbeitsprozesse, die sowohl fachliches Wissen als auch technisches Können erforderten. Die Besucherinnen und Besucher erleben den gesamten Arbeitsablauf in der Praxis, lernen Werkzeuge, Materialien und Maschinen kennen und können ausgewählte Techniken unter Anleitung selbst ausprobieren.
Die Veranstaltung findet im Landeskogen Sanatorium statt, Norwegens erstem staatlichen Tuberkulosekrankenhaus. Heute beherbergt das Gebäude das Landeskogen Kunstsanatorium und wird durch Kunst- und Kulturaktivitäten neu belebt. Das Sanatorium ist ein bedeutendes Kulturdenkmal der norwegischen Gesundheits- und Sozialgeschichte und war selbst von Abriss bedroht.
So werden zwei Formen des Kulturerbes miteinander verbunden: traditionelle Drucktechniken, die durch digitale Produktionsmethoden und Offsetdruck ersetzt wurden, und eine historische Institution, die ebenfalls in Gefahr war zu verschwinden. Die Veranstaltung bietet eine Begegnung mit lebendigem Handwerk und einem kulturhistorischen Gebäude und zeigt, warum Erhalt, Weitergabe und neue Nutzung entscheidend sind, um unser gemeinsames Erbe zu sichern.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Handwerk, Technikgeschichte und Kulturerbe interessieren – von Schülerinnen und Schülern über Studierende bis hin zu Fachleuten und kulturinteressierten Besucherinnen und Besuchern.
