Das Druckmuseum
Historische Drucktechnik und lebendiges FachwissenDas Druckmuseum ist Teil von Kunstprenteverket in Landeskogen und basiert auf einer umfangreichen Sammlung historischer Druckereiausrüstung sowie auf dem Wissen über traditionelle grafische Produktion. Hier treffen technisches Kulturerbe, handwerkliches Können und künstlerische Praxis aufeinander – mit Maschinen, die weiterhin genutzt werden können, und Wissen, das lebendig gehalten wird.
Eine Sammlung des Druckhandwerks

Das Druckmuseum bildet den historischen und wissensbewahrenden Teil von Kunstprenteverket. Die Sammlung umfasst historische Druckereiausrüstung aus verschiedenen Bereichen der grafischen Produktion und zeigt, wie Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsmethoden zur Herstellung von Büchern, künstlerischen Druckgrafiken und anderen Druckerzeugnissen eingesetzt wurden.
Die Sammlung umfasst unter anderem Druckpressen, Setzmaschinen, Handsatzwerkzeuge, Buchbindereiausrüstung und weitere Spezialgeräte des traditionellen Druckhandwerks.
Während Kunstprenteverket Künstlerinnen und Künstlern heute Möglichkeiten bietet, mit grafischen Techniken zu arbeiten, bewahrt das Druckmuseum die Geschichte, die Maschinen und das Wissen, auf denen diese Techniken beruhen.
Teile der Sammlung wurden bereits nach Landeskogen gebracht, wo das Druckmuseum Teil einer lebendigen Umgebung für Grafik, Druckkunst und Wissensvermittlung wird.
Maschinen, die weiterleben
Viele der Maschinen der Sammlung sind noch funktionstüchtig. Einige können vorgeführt und für die Herstellung neuer Drucke eingesetzt werden – sowohl im Bereich der künstlerischen Druckgrafik als auch bei der Buchproduktion.
Ein wichtiger Teil der Zielsetzung von Kunstprenteverket ist, dass die Ausrüstung nicht nur als historische Objekte bewahrt wird. Eine Maschine, die weiterhin genutzt werden kann, erzählt eine andere Geschichte als eine Maschine, die ausschließlich ausgestellt wird. Durch praktische Aktivität werden Wissen, Arbeitsprozesse und Handwerk für neue Generationen zugänglich.
Vorführungen und praktische Arbeit ermöglichen Besucherinnen und Besuchern, zu erleben, wie Drucken tatsächlich funktioniert hat – den Klang der Maschinen, die Materialien, den Rhythmus der Arbeit und die Präzision, die erforderlich ist, um ein fertiges Ergebnis zu schaffen.
Wenn eine historische Druckpresse in Betrieb gesetzt wird, wird die Technik nicht nur erklärt – sie wird erlebt.
Das Wissen hinter den Maschinen
Ein Druckmuseum handelt ebenso von Menschen und Wissen wie von Maschinen.
Historische Druckereiausrüstung erfordert spezielles Fachwissen, um sie bedienen, einstellen und erhalten zu können. Viele der Maschinen wurden für eine andere Zeit gebaut und setzen ein Verständnis für Mechanik, Materialien, Produktionsmethoden und Arbeitsprozesse voraus, die heute nicht mehr Teil der gewöhnlichen industriellen Produktion sind.
Das Druckmuseum arbeitet daher daran, Wissen über Betrieb, Wartung, Reparatur und Restaurierung alter Druckereiausrüstung zu bewahren und weiterzugeben. Durch die praktische Arbeit mit den Maschinen werden Erfahrungen und Fähigkeiten erhalten, die sonst verloren gehen könnten.
Eine alte Druckpresse oder Setzmaschine am Laufen zu halten, bedeutet nicht nur technische Wartung. Es bedeutet, eine ganze Arbeitskultur zu bewahren – das Wissen darüber, wie die Maschine funktioniert, wie sich Materialien verhalten und wie die Handwerkerin oder der Handwerker mit der Technik zusammenarbeitet.

Kulturerbe in aktiver Nutzung
Das Druckmuseum basiert auf dem Verständnis, dass Kulturerbe am besten bewahrt wird, wenn es weiterhin genutzt wird. Historische Techniken und Maschinen erhalten eine neue Bedeutung, wenn sie Teil von künstlerischer Arbeit, Bildung und Vermittlung werden.
Durch Vorführungen, Zusammenarbeit und praktische Aktivitäten erhalten Besucherinnen und Besucher, Künstlerinnen und Künstler sowie Fachleute Einblicke in Arbeitsprozesse, die sonst leicht verloren gehen könnten.
Die Sammlung bietet zudem die Möglichkeit, das Verhältnis zwischen historischer Technologie und zeitgenössischem künstlerischem Ausdruck zu erforschen. Traditionelle Arbeitsweisen können auf neue Weise eingesetzt werden, und historische Maschinen können zu Werkzeugen heutiger Künstlerinnen und Künstler werden.
Ein Fachumfeld im Austausch
Kunstprenteverket arbeitet mit anderen Museen und Fachmilieus im Bereich des grafischen Kulturerbes zusammen – sowohl national als auch international.
Durch Kontakte, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit wird Wissen über die Bewahrung, Restaurierung und Nutzung historischer Druckereiausrüstung geteilt. Die Netzwerke stärken die Arbeit zur Erhaltung eines technischen und handwerklichen Kulturerbes, das besondere Fachkenntnisse erfordert.
Geschichte trifft Gegenwart
Kunstprenteverket in Landeskogen verbindet künstlerisches Schaffen mit der Bewahrung grafischen Kulturerbes. Das Druckmuseum ist ein wichtiger Teil dieses Gesamtkonzepts.
Hier treffen historische Maschinen, traditionelle Arbeitsmethoden und heutige Künstlerinnen und Künstler aufeinander. Die Sammlung vermittelt Einblicke in die Herkunft der Techniken und trägt gleichzeitig dazu bei, das Wissen durch praktische Nutzung lebendig zu halten.
So wird das Druckmuseum nicht nur zu einer Sammlung alter Ausrüstung, sondern zu einer aktiven Ressource für Kunst, Lernen und die Weiterführung grafischer Handwerkstraditionen.
