Die Geschichte von Landeskogen

Ein Ort im Wandel der Zeit

Seit mehr als hundert Jahren ist Landeskogen ein Ort der Fürsorge, der Gemeinschaft und der Entwicklung. Die Gebäude wurden als Tuberkulose-Sanatorium errichtet, in einer Zeit, in der frische Luft, Ruhe und Natur als wichtige Mittel im Kampf gegen eine der schwerwiegendsten Volkskrankheiten jener Zeit galten. Seitdem hat der Ort verschiedene Funktionen erfüllt und Spuren im Leben vieler Menschen hinterlassen.
Die Geschichte von Landeskogen ist keine einzige zusammenhängende Erzählung, sondern eine Reihe von Kapiteln, die die Entwicklung des Gesundheitswesens und der Gesellschaft widerspiegeln. Vom Sanatorium über die Pflegeeinrichtung und die Flüchtlingsunterkunft bis hin zum Friedenszentrum – und heute als Kunstsanatorium – hat der Ort immer wieder neue Aufgaben übernommen, ohne die Verbindung zu seiner eigenen Geschichte zu verlieren.

Landeskogen byggeplass 1914

1912 - 1916

Der Bau von Landeskogen

Landeskogen wurde in einer Zeit geplant und errichtet, in der Tuberkulose eine große gesellschaftliche Herausforderung in Norwegen darstellte. Bereits im Jahr 1900 führte Norwegen ein eigenes Tuberkulosegesetz ein, eines der ersten Gesetzeswerke der Welt zur Bekämpfung dieser Krankheit. Das Gesetz bildete die Grundlage für ein systematischeres öffentliches Vorgehen mit Schwerpunkt auf Prävention, Behandlung und dem Aufbau von Einrichtungen für Tuberkulosekranke.

Im Rahmen dieser nationalen Initiative wurde Landeskogen als das erste staatlich finanzierte Sanatorium Norwegens errichtet. Mit solchen Maßnahmen wollte der Staat die Behandlungsmöglichkeiten erweitern und sicherstellen, dass Patienten aus verschiedenen Teilen des Landes Zugang zu moderner Sanatoriumsbehandlung erhielten.

Die Anlage wurde vom Architekten Kristian Hjalmar Biong entworfen, einem der bedeutendsten norwegischen Architekten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Biong gestaltete Landeskogen als eine ganzheitliche Sanatoriumsanlage, in der Gebäude, technische Einrichtungen und Außenanlagen Teil eines gemeinsamen Konzepts waren. Die Architektur orientierte sich an den damaligen Idealen des Sanatoriumsbaus, bei denen Licht, frische Luft, Hygiene und gute Aufenthaltsbedingungen als wichtige Bestandteile der Behandlung angesehen wurden. Die Errichtung der umfangreichen Mauerwerksanlage erfolgte unter der Leitung des Maurermeisters Gunerus Soot, der für die Durchführung der Bauarbeiten verantwortlich war.

Die Wahl des Standortes beruhte auf dem damaligen Verständnis von Klima, Natur und Gesundheit. Frische Luft, gute Lichtverhältnisse und eine ruhige Umgebung galten als wichtige Faktoren für die Behandlung. Die Lage von Landeskogen war jedoch nicht unumstritten. Viele Sanatorien wurden in höheren Lagen errichtet, häufig auf etwa 500 Metern über dem Meeresspiegel oder höher, da Höhe und Klima eine besondere Bedeutung zugeschrieben wurde. Landeskogen liegt niedriger, auf etwa 250 Metern über dem Meeresspiegel, wurde aber aufgrund der besonderen Qualitäten des Standortes ausgewählt: eines günstigen Lokalklimas, guter Sonnenverhältnisse, einer geschützten Lage und der Nähe zu der Region, die die Einrichtung versorgen sollte.

Als die Anlage 1916 fertiggestellt wurde, war Landeskogen ein modernes Sanatorium, gestaltet nach den damaligen Idealen von Licht, Luft, Ruhe und Hygiene. Mit dem Hauptgebäude, technischen Anlagen, Dienstwohnungen und einem eigenen Kraftwerk gehörte es zu den vollständigsten institutionellen Anlagen, die in dieser Zeit in Norwegen errichtet wurden.

Landeskogen pasientrom 1916

1916 - 1961

Das Tuberkulose-Sanatorium

Als Landeskogen 1916 eröffnet wurde, nahm das Sanatorium Patienten aus Agder und Rogaland auf. In den folgenden 45 Jahren wurde die Einrichtung zu einem zentralen Bestandteil der öffentlichen Tuberkulosebekämpfung und zu einem wichtigen Teil der Gesundheitsversorgung der Region. Im Zeitraum von 1916 bis 1961 wurden in Landeskogen etwa 10.000 Patienten behandelt.

Die Behandlung beruhte auf dem damaligen medizinischen Wissen, bei dem Ruhe, frische Luft, gute Ernährung und regelmäßige Tagesabläufe als wichtigste Maßnahmen galten. Die Patienten blieben häufig über längere Zeiträume im Sanatorium, und der Alltag folgte einem festen Rhythmus mit Mahlzeiten, Ruhezeiten, ärztlichen Untersuchungen sowie Aufenthalten auf den Veranden und im Freien. Die Architektur war ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzepts: Große Fenster, helle Räume und offene Veranden ermöglichten über weite Teile des Jahres Zugang zu Tageslicht und frischer Luft.

Gleichzeitig war Landeskogen eine kleine Gemeinschaft. Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltungsmitarbeiter, Küchen- und Wäschepersonal, Heizer, Gärtner, Hausmeister und viele andere Berufsgruppen arbeiteten hier. Zusammen mit den Familien, die in den Dienstwohnungen lebten, bildeten sie ein lebendiges Institutionsmilieu, in dem Arbeit, Wohnen und Alltag eng miteinander verbunden waren. Für die Patienten bedeutete der Aufenthalt nicht nur medizinische Behandlung, sondern auch ein tägliches Leben geprägt von Gemeinschaft, Aktivitäten und der Hoffnung auf Genesung.

Am 19. Juli 1942 wurde Landeskogen von einem schweren Brand getroffen, der das Hauptgebäude erheblich beschädigte. Die Patienten mussten evakuiert werden, und viele wurden nach Hause geschickt oder in andere Sanatorien verlegt. Um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten, wurde eine provisorische Krankenstation in der Landwirtschaftsschule in Bygland eingerichtet.

Der Brand führte zu einer abrupten Unterbrechung des täglichen Betriebs, bedeutete jedoch nicht das Ende der Tätigkeit von Landeskogen. Nach dem Brand wurde die erste Phase des Wiederaufbaus in den Jahren 1942–43 durchgeführt, sodass Teile des Sanatoriumsbetriebs weitergeführt werden konnten. Die letzte Phase des Wiederaufbaus wurde im Zeitraum 1951–53 abgeschlossen.

Der Wiederaufbau erstreckte sich über mehrere Jahre und erfolgte unter wechselnden wirtschaftlichen und praktischen Bedingungen. Das Ergebnis war ein Gebäude, das die Funktion Landeskogens als Behandlungsstätte bewahrte, zugleich aber ein anderes Erscheinungsbild erhielt als das ursprüngliche Sanatorium von 1916. Der Brand war daher sowohl ein dramatischer Einschnitt als auch ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte des Ortes.

Während der gesamten Zeit als Sanatorium entwickelte sich die Tuberkulosebehandlung erheblich weiter. Ab den 1920er- und 1930er-Jahren wurden verschiedene Formen der Kollapstherapie und chirurgische Eingriffe bei bestimmten Patienten eingesetzt, als Ergänzung zur traditionellen Sanatoriumsbehandlung. Die größte Veränderung erfolgte jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg, als wirksame Tuberkulosemedikamente eine wesentlich effektivere Behandlung ermöglichten. Mit der Zeit verringerte sich der Bedarf an langen Aufenthalten in Sanatorien, und die Behandlung konnte zunehmend in Krankenhäusern und in den Heimatgemeinden der Patienten erfolgen.

Als der Sanatoriumsbetrieb 1961 endete, ging ein wichtiges Kapitel der norwegischen Gesundheitsgeschichte zu Ende. Fast ein halbes Jahrhundert lang war Landeskogen ein Ort, an dem Tausende Menschen Behandlung erhielten und Generationen von Mitarbeitern ihren Beitrag im Kampf gegen die Tuberkulose leisteten. Die Gebäude blieben jedoch weiterhin gut geeignet für neue gesellschaftliche Aufgaben, und die Geschichte von Landeskogen trat in ein neues Kapitel ein.

Landeskogen flyfoto

1962 - 1991

Die Pflege- und Wohneinrichtung

Als der Sanatoriumsbetrieb 1961 eingestellt wurde, erhielt Landeskogen eine neue Funktion als Heim für Menschen mit geistiger Behinderung. Ab 1962 wurde die Einrichtung vom Norwegischen Diakonforbundet (Diakonforbundet) betrieben und war eine Abteilung von Nærlandsheimen auf Jæren. Aufgrund der großen geografischen Entfernung verfügte Landeskogen über eine eigene örtliche Leitung mit Verantwortung für den täglichen Betrieb.

Während dieser Zeit wurde die Einrichtung mit verschiedenen Begriffen bezeichnet, die den Wandel in der Sichtweise auf Behinderung, der medizinischen Fachsprache und dem gesellschaftlichen Verständnis von Betreuung widerspiegeln. Ab 1962 wurde sie als „Heim für Schwachsinnige“ (Heim for åndssvake) bezeichnet, später als „Heim für Schwachbefähigte“ (Heim for evneveike) und anschließend als „Heim für Menschen mit geistiger Entwicklungsstörung“ (Heim for psykisk utviklingshemmede). Diese wechselnden Bezeichnungen spiegeln die umfassenderen Veränderungen in Sprache, Menschenbild und Betreuungspolitik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider.

1974 wurde Landeskogen organisatorisch von Nærlandsheimen getrennt und als eigenständige Einrichtung geführt, während Diakonforbundet weiterhin für den Betrieb verantwortlich blieb. Später übernahm die Provinz Aust-Agder die Verantwortung für den Betrieb.

In dieser Zeit war Landeskogen für viele Menschen zugleich Wohnort, Arbeitsplatz und Betreuungsumfeld. In der Hochphase lebten dort etwa 180 Bewohnerinnen und Bewohner, und die Einrichtung beschäftigte rund 90 Mitarbeitende. Die Institution verfügte über eigene Abteilungen, Werkstätten, Gemeinschaftsbereiche sowie ein breites Spektrum an fachlichen und praktischen Funktionen. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner war Landeskogen über weite Teile ihres Lebens ihr Zuhause, während die Einrichtung zugleich ein bedeutender Arbeitsplatz und ein wichtiger Teil der lokalen Gemeinschaft war.

Bereits in den 1980er-Jahren begann die Diskussion über die Zukunft großer Wohn- und Betreuungseinrichtungen. Neue fachliche und politische Ansätze legten zunehmend Wert auf Integration, kleinere Wohneinheiten und Dienstleistungen näher am jeweiligen Wohnort. Diese Veränderungen führten zu umfassenden Reformen in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung, und Landeskogens Rolle als große Institution ging allmählich zu Ende.

Als die Einrichtung 1991 geschlossen wurde, endete ein weiteres Kapitel in der Geschichte Landeskogens. Wieder standen die Gebäude bereit für eine neue gesellschaftliche Aufgabe – diesmal als Aufnahmezentrum für Menschen auf der Flucht.

Landeskogen flyfoto

1992 - 2004

Flyktningemottaket

Nachdem die institutionelle Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung 1991 beendet wurde, erhielt Landeskogen eine neue Funktion als Flüchtlingsaufnahmezentrum. Die ehemaligen Patienten- und Bewohnerzimmer wurden erneut genutzt, diesmal als vorübergehende Unterkunft für Menschen, die nach der Flucht vor Krieg und Konflikten nach Norwegen gekommen waren.

Das Flüchtlingsaufnahmezentrum wurde jedoch keine ebenso dauerhafte und langfristige Nutzung wie die früheren institutionellen Phasen von Landeskogen. Der Betrieb wechselte im Laufe der Zeit, abhängig vom jeweiligen Bedarf, und es gab mehrere Diskussionen darüber, wie die historischen Gebäude künftig genutzt werden sollten.

1998 übernahm die Gemeinde Bygland die Liegenschaft, wodurch die Frage nach der zukünftigen Nutzung von Landeskogen noch dringlicher wurde. Die Gemeinde musste sich mit einer großen historischen Anlage auseinandersetzen, die erhebliche Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung stellte, während gleichzeitig nach einer neuen gesellschaftlich sinnvollen Nutzung für die Gebäude gesucht wurde.

Als Flüchtlingsaufnahmezentrum wurde Landeskogen erneut ein Ort, an dem Menschen über längere Zeit lebten, jedoch mit einem völlig anderen Hintergrund als frühere Generationen von Bewohnern. Die historischen Räume und Gemeinschaftsbereiche erhielten neue Geschichten, und der Ort wurde zu einem Treffpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebenserfahrungen.

Als der Betrieb der Flüchtlingsaufnahme schließlich beendet wurde, stand Landeskogen vor seiner größten Wendung seit Beginn der institutionellen Nutzung. Nach fast 90 Jahren kontinuierlicher Nutzung als Sanatorium, Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung und Aufnahmezentrum stellte sich nicht mehr nur die Frage, welche Funktion die Gebäude künftig haben sollten, sondern ob sie überhaupt erhalten werden konnten.

Landeskogen flyfoto

2005 - 2010

Eine ungewisse Zukunft

Bereits in den 1980er-Jahren begannen die Diskussionen über die Zukunft von Landeskogen. Das gesellschaftliche Verständnis von großen Institutionen veränderte sich, und neue Vorstellungen von Integration, kleineren Wohnformen und Dienstleistungen näher am Wohnort der einzelnen Menschen stellten das traditionelle Institutionsmodell infrage.

Als die Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung 1991 aufgelöst wurde, musste Landeskogen eine neue Rolle finden. Die ab 1992 eingerichtete Flüchtlingsunterkunft gab den Gebäuden eine neue Funktion, doch der Betrieb erfolgte nur zeitweise und war von wechselnden Bedürfnissen geprägt. Gleichzeitig wurde weiterhin darüber diskutiert, wie die große historische Anlage künftig genutzt werden sollte.

Als die Gemeinde Bygland 1998 die Liegenschaft übernahm, wurde die Frage nach der zukünftigen Nutzung noch dringlicher. Die Gemeinde übernahm die Verantwortung für eine umfangreiche historische Anlage mit bedeutenden kulturellen Werten, aber auch mit erheblichen Herausforderungen hinsichtlich Betrieb, Instandhaltung und Nutzung.

Im Jahr 2009 beschloss die Gemeinde Bygland den Abriss des Hauptgebäudes von Landeskogen. Dieser Beschluss bedeutete eine ernsthafte Gefahr, dass der wichtigste Teil der historischen Sanatoriumsanlage verloren gehen könnte. Das Hauptgebäude war nicht nur das größte Gebäude des Areals, sondern auch das eigentliche Symbol der Geschichte Landeskogens über fast ein Jahrhundert hinweg.

Der Abriss wurde jedoch nicht umgesetzt. Stattdessen wurde weiter nach neuen Möglichkeiten für die Nutzung der Liegenschaft gesucht. Im Jahr 2010 erhielt Landeskogen durch die Gründung des Landeskogen Peace Center eine neue Funktion, und die Gebäude wurden erneut für eine gesellschaftlich orientierte Tätigkeit genutzt.

Die Zeit von den 1980er-Jahren bis 2010 stellt einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte Landeskogens dar. Nach fast einem Jahrhundert kontinuierlicher institutioneller Nutzung war die Zukunft ungewiss, doch die historischen Gebäude blieben erhalten und konnten in eine neue Phase eintreten.

Landeskogen Peace Center

2010 - 2025

Landeskogen Peace Center

Im Jahr 2010 erhielt Landeskogen durch die Gründung des Landeskogen Peace Center eine neue Funktion. Nach mehreren Jahren der Unsicherheit über die Zukunft der Anlage wurden die historischen Gebäude wieder mit Aktivitäten und Menschen gefüllt.

In vielerlei Hinsicht setzte das Landeskogen Peace Center die lange Tradition Landeskogens als Ort der Begegnung und des Austauschs fort. Durch Kurse, Veranstaltungen, internationale Zusammenarbeit und verschiedene Aktivitäten erhielt der Ort eine neue gesellschaftliche Rolle, während die historischen Gebäude erhalten und weiterhin genutzt wurden.

In Teilen dieser Zeit wurden auch andere Aktivitäten auf dem Gelände erprobt, unter anderem ein Elchpark. Dies zeigt, dass Landeskogen weiterhin ein Ort der Entwicklung blieb, an dem unterschiedliche Ideen für die zukünftige Nutzung untersucht und ausprobiert wurden.

Ab 2020 wurde ein großer Teil der Aktivitäten durch die COVID-19-Pandemie sowie durch Einschränkungen bei Reisen und internationalen Aktivitäten reduziert. Dies erhielt für Landeskogen eine besondere historische Bedeutung: Eine Anlage, die ursprünglich als Antwort auf eine schwere und ansteckende Krankheit errichtet worden war, wurde selbst von den Folgen einer neuen globalen Gesundheitskrise beeinflusst. Wie bereits während der Sanatoriumszeit zeigte die Pandemie, wie Krankheiten Gesellschaften, Begegnungsorte und die Möglichkeit von Menschen, zusammenzukommen, beeinflussen können.

Als die Gemeinde 2025 die Möglichkeit erhielt, die Liegenschaft zurückzukaufen, begann erneut die Diskussion über die Zukunft von Landeskogen. Die Gemeinde Bygland lud zu einem Konzeptwettbewerb ein, um neue Ideen für die weitere Nutzung der historischen Anlage zu finden.

Dieser Prozess führte zum nächsten Kapitel in der Geschichte Landeskogens: der Etablierung des Landeskogen Kunstsanatoriums.

Landeskogen byggeplass 1914

2025 -

Landeskogen Kunstsanatorium

Im Jahr 2025 begann für Landeskogen eine neue Phase, als Kunstprenteverket die Liegenschaft übernahm und seine Tätigkeit in den historischen Gebäuden aufnahm. Das Unternehmen änderte später seinen Namen in Landeskogen Kunstsanatorium, um die Erweiterung seiner Tätigkeit von der traditionellen Druckgrafik hin zu einem umfassenderen Kunst- und Kulturzentrum widerzuspiegeln. Die Organisation ist als gemeinnützige Aktiengesellschaft gegründet und verfolgt das Ziel, Landeskogen als Ort für Kunst, Handwerk, Vermittlung und internationale Zusammenarbeit zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Druckgrafik und grafisches Handwerk bilden weiterhin das Herzstück der Tätigkeit. Durch Kunstprenteverket werden traditionelle Techniken wie Buchdruck, Lithografie, Tiefdruck und andere druckgrafische Verfahren bewahrt und an kommende Generationen weitergegeben. Gleichzeitig wurde das Angebot um eine Kunstgalerie, ein Kunstmuseum sowie ein Residency-Programm für Künstlerinnen, Künstler und andere kreativ Tätige erweitert.

Mit der Gründung des Landeskogen Kunstsanatoriums wird eine lange Tradition des Ortes fortgeführt: die Nutzung der Gebäude als Raum für Wissen, Arbeit, Gemeinschaft und Entwicklung. Nach seiner Zeit als Sanatorium und später als Wohneinrichtung übernimmt Landeskogen nun eine neue Rolle als Zentrum für Kunst, Handwerk, Vermittlung und internationalen Austausch.

Das Landeskogen Kunstsanatorium ist damit sowohl ein neues Kapitel als auch die Fortführung zweier langer Traditionen: Landeskogen als Ort für Menschen, Wissen und Entwicklung sowie der druckgrafischen Handwerkstradition, die durch Kunstprenteverket weitergeführt wird.

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